Weiter zum Inhalt
24Feb

Das Grüne Frühstück mit der Bürger AG

Das Grüne Frühstück am 23. Februar 2014 stand ganz im Zeichen des fairen Wirtschaftens.
Als Gast durften wir Joerg Weber, Gründungsmitglied und Vorstand der Bürger AG, begrüßen. Wir sprachen zunächst über das Konzept der Gesellschaft und anschließend über regionale Wirtschaftskreisläufe.

Grünes Frühstück am 24. Februar 2014 mit der Bürger AG

Das Konzept
Die Bürger AG für nachhaltiges Wirtschaften FrankfurtRheinMain fördert als regionaler Dienstleister Unternehmen der Bio-Branche in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Sie tritt ein für die ökologische und sozialverträgliche Biobranche und damit für die Verknüpfung von Region, Gesellschaft und Wirtschaft.
Das Ziel der Bürger AG ist eine dezentrale Versorgung: die Region Rhein-Main soll sich am besten aus der Region ernähren – im Sinne einer intakten Umwelt, von hochwertigen Nahrungsmitteln, einer artgerechten Tierhaltung und einer natürlichen Landwirtschaft.

Vernetzung
Die Bürger AG vernetzt Erzeuger und Produzenten (beispielsweise den Dottenfelderhof und die Fleckenbühler), verarbeitende Unternehmen (beispielsweise die Phönix GmbH und die Mibusa AG), Händler und Endverbraucher. Denn für die Erzeuger besteht das Problem oft darin, dass sie in ihrer Region keine adäquaten Absatzmöglichkeiten vorfinden und ihre Produkte bei konventionellen Molkereien, Schlachtereien oder Bäckereien oder bei überregionalen (Bio-) Großhändlern, und damit unter Preis, verkaufen müssen.

Beteiligungen
Die Bürger AG beteiligt sich an zertifizierten Biohöfen, Manufakturen, an Herstellern und Händlern von Bioprodukten und erwirbt landwirtschaftliche Betriebe und Flächen. Die Betriebe können sich durch das erhöhte Eigenkapital günstiger bei Banken finanzieren. Der Beirat der AG beurteilt potenzielle Beteiligungen nach regionalen und ökonomischen Gesichtspunkten.

Finanzierung
Ganz aktuell hat die Bürger AG die Genehmigung zur Ausgabe von Aktien erhalten. Sie finanziert sich über vinkulierte Namensaktien. Im Fokus steht aber nicht die finanzielle Rendite, sondern die Naturalien, die Investition in die Region, die Unterstützung von Projekten und Rabatte von verbundenen Betrieben.

 

Mein Fazit
Wir danken Joerg Weber sehr herzlich für die sehr interessante und anschauliche Darstellung der Bürger AG und ihres Zieles, hochwertige und regionale Nahrungsmittel miteinander zu verknüpfen.

Ein Puzzleteil, um die globalen Probleme der Ernährung und Ressourcenverteilung zu lösen, ist, beim Einkauf nicht lediglich den Preis für die Konsumentin zu beachten; sondern auch den, den diejenigen zahlen müssen, die an der Herstellung von Hähnchenbrust, Schokoriegel oder Neuseelandapfel beteiligt sind: Pflücker, Umwelt, Tiere. Einer von ihnen zahlt die Rechnung.

Meiner Meinung nach ist Nachhaltigkeit nur dann gegeben, wenn soziale, ökologische und regionale Gesichtspunkte beachtet werden. Für mich ist ein um die halbe Welt gereister Apfel nichts von alledem, genauso wenig wie in Plastik verpackte Bananen und von Niedrigstlöhnern zerteiltes Fleisch.

 

Wer sich weitergehend über die Bürger AG informieren möchte, findet Wissenswertes unter www.buerger-ag-frm.de

Das Grüne Frühstück ist ein offenes Forum für alle, die an Grüner Politik interessiert sind. Es findet jeweils am 4. Sonntag im Monat um 11 Uhr im Café La Dolce Vita in der Bismarckstraße 29 in Friedberg statt.

Schreibe einen Kommentar

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv - Benjamin Jopen.
57 Datenbankanfragen in 0,578 Sekunden · Anmelden