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Nachhaltigkeit
22Okt

Ausflug ins Energiedorf

Es gibt Orte, die haben die Energiewende schon umgesetzt. Einen solchen besuchte die Fraktion der Friedberger Grünen.

Sie unternahm kürzlich zusammen mit Partnern und Kindern eine Reise zum Energiesparort Wildpoldsried im Allgäu und hat sich dort weitere Anregungen zur Energiewende geholt.

Nach nur drei Jahren Planung hat die Gemeinde von der Größe Dorheims 2001 fraktionsübergreifend ein Klimaschutz-Leitbild erarbeitet.

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(c) Bündnis 90/ Die Grünen

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06Okt

Das Grüne Frühstück mit dem Fairen Wirtschaften

Das Grüne September-Frühstück hatte das Thema „Faires Wirtschaften“ und bildete damit eine schöne Fortsetzung des artverwandten Themas, welches wir zwei Monate zuvor diskutierten. Damals hatten wir die lieben Leute vom Friedberger Umsonstladen zu Besuch und sprachen über die lokalen Aspekte des solidarischen Handelns. Diesmal wollten wir die Thematik gesamtgesellschaftlich angehen.

Als Diskussionsstarter nahmen wir ein Interview mit Lex Janssen [1], in dem dieser an die Menschen appelliert, ihre Abhängigkeit vom Geld zu verringern. Dies fordert er, weil er der Meinung ist, dass es Vollbeschäftigung künftig nicht geben wird und die Menschen ihre Grundbedürfnisse aufgrund der dann geringeren monetären Ressourcen möglichst unabhängig vom Markt befriedigen sollten. Gesunde Lebensmittel, bezahlbarer Wohnraum und lokale Mobilität sollen von Unternehmen mit einem nachhaltigen Modell (beispielsweise Genossenschaften) genutzt werden. Er plädiert für eine weitgehende Selbstversorgung und, wo diese nicht möglich ist, in die Investition in Gebrauchsgüter (beispielsweise Bürgerenergieanlagen). Janssen kritisiert die Sprachherrschaft der Ökonomen, für die „Befriedigung der Grundbedürfnisse keinen Wert hat und lokale Selbstversorgung nicht existiert“.

Über dieses und ein Interview mit Niko Paech [2] diskutierten wir sehr angeregt. Dessen Idee einer 20-Stunden-Woche für alle unter gleichzeitiger Ausbreitung von Urban-Gardening, Repair-Cafés und anderen geldlosen Angeboten und Tauschmodellen konnten wir folgen. Jedoch ist klar, dass eine derartige Reduzierung der Arbeitszeit erst einmal für Gutverdiener möglich ist und nicht jede/jeder handwerkliche Fertigkeiten als Ausgleich in die Waagschale werfen kann. Weniger Konsum und der Abbau von bestimmten Subventionen leuchtete uns ein, jedoch blieb fraglich, was genau Paech mit der Senkung von Gesundheits- und Bildungsausgaben meint.

Ein schönes Beispiel von Unternehmerseite, wie verantwortungsvolles, regionales und faires Wirtschaften aussehen kann ist Sina Trinkwalder [3]. Für das von ihr gegründete Textilunternehmen „Manomama“ hat sie sich auf die Fahne geschrieben, auf gute und gesunde Jobs im eigenen Haus und bei den Lieferanten zu achten. Im Bericht wird erklärt, dass die Preise ihrer Artikel die Materialkosten und den Arbeitsaufwand wiederspiegeln – ohne den Verdienst von Lieferanten oder Angestellten unangemessen herunterzuhandeln oder ihn durch Reklame zu erhöhen. Zudem macht sie ihre Kalkulationen transparent.

So diskutierten wir knapp zwei Stunden über Wirtschaftswachstum, Gemeinwohl-Ökonomie, Lebensqualität und alternative Banken. Was ist nun „Faires Wirtschaften“? Ich denke, Struktur und Geschäftsmodell sind entscheidend.
Geiz ist geil, Konsumfrömmigkeit, Ausbeutung – jemand bezahlt dafür. Ist es nicht die Konsumentin, dann ist es der Lieferant/Hersteller oder die Umwelt. Die Entscheidung darüber, welches Modell bevorzugt wird, schaffen die politischen Rahmenbedingungen, die Unternehmen selbst und die Verbraucherinnen. Das Entscheidende ist: Gemeinwohl lebt vom Mitmachen! Jeder trägt einen Teil der Verantwortung.

Wir planen noch ein weiteres Grünes Frühstück, um die Thematik mit dem Buch von Gerhard Schick „Machtwirtschaft Nein Danke“ und der Broschüre der Böll-Stiftung „Die Ökonomien des Gemeinsamen“ fortzusetzen.

 

Das Grüne Frühstück ist ein offenes Forum für alle, die an Grüner Politik interessiert sind. Es findet jeweils am 4. Sonntag im Monat ab 11 Uhr im Café Dolce Vita in Friedberg statt und hat wechselnde Schwerpunktthemen.

 

[1] Interview in der taz, „Diesen Unsinn müssen wir abstellen“: Der Politikwissenschaftler Lex Janssen ist Vorstandsvorsitzender der E.F. Schumacher-Gesellschaft für Politische Ökologie e.V. mit Sitz in München.

[2] Interview in der taz vom 30./31. August 2014, „Ich bin kein Partykiller“: Niko Paech ist Professor für Produktion und Umwelt in Oldenburg und gehört zu den bekanntesten Wachstumskritikern Deutschlands.

[3] Bericht in der taz vom 5./6. Juli 2014, „Schreck der Wirtschaftsbosse“: Sina Trinkwalder gründete 2010 die Augsburger Textilfirma „Manomama“. Sie schließt sozialverträgliche Arbeitsverträge ab und bezieht sämtliche Stoffe und Farben in Bioqualität aus Deutschland.

 

03Mai

Das Grüne Frühstück mit Jennifer Bartelt

Das Grüne Frühstück im April stand ganz im Zeichen Europas: unser Gast war Jennifer Bartelt, die Spitzenkandidatin der Hessischen Grünen für Europa.

Grünes Frühstück mit Jennifer Bartels (3. v. l.); (c) Bündnis 90 / Die Grünen

Grünes Frühstück mit Jennifer Bartels (3. v. l.); (c) Bündnis 90 / Die Grünen

Jennifer Bartelt ist auf Platz 13 der Europaliste und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft „Frieden, Europa und Internationale Politik“. Ihre Schwerpunktthemen sind Solidarisches Europa, Menschenrechte und Flüchtlingspolitik.

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24Feb

Das Grüne Frühstück mit der Bürger AG

Das Grüne Frühstück am 23. Februar 2014 stand ganz im Zeichen des fairen Wirtschaftens.
Als Gast durften wir Joerg Weber, Gründungsmitglied und Vorstand der Bürger AG, begrüßen. Wir sprachen zunächst über das Konzept der Gesellschaft und anschließend über regionale Wirtschaftskreisläufe.

Grünes Frühstück am 24. Februar 2014 mit der Bürger AG

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